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Der folgende Bericht setzt unsere früheren Übersichten (zuletzt Psyche — Z Psychoanal 57 [2003], S. 360-372) fort. Auswahlprinzipien, Anlage und Zweck unserer Referate sind gleich geblieben. Wir haben diesmal 69 Titel ermittelt. 47 Zeitschriften (plus mehrere Internet-Verzeichnisse) wurden ausgewertet; von ihnen lieferten 24 mindestens einen Beitrag. Am ergiebigsten waren: Psychoanalysis and History (12), International Journal of Psychoanalysis (9), American Journal of Psychoanalysis (7), Bulletin of the Menninger Clinic, Contemporary Psychoanalysis, International Forum of Psychoanalysis und Journal of the American Psychoanalytic Association (je 4).1 Ein Teil des Materials erschien wieder in Heften, die ganz oder schwerpunktmäßig einem bestimmten historischen Thema gewidmet waren: der Traumdeutung (Psychoanalysis and History), dem Leben und Werk von Michael Balint (American Journal of Psychoanalysis), der Menninger Clinic (Bulletin der Clinic). Die beiden Balint-Hefte haben uns als das wichtigste einzelne Ereignis in unserem Berichtsfeld imponiert.
Barbara S. Rocah beschäftigt sich mit den sexuellen Phantasien des jugendlichen Freud, vor allem seiner Scheu vor aggressiver phallischer Sexualität, und deutet spätere Formulierungen über die »Umgestaltungen der Pubertät«, über die Schwierigkeit, »hohe« und »niedere« Liebe zusammenzubringen, oder über Männlichkeit und Weiblichkeit in ihrem Verhältnis zu Aktivität und Passivität als Ergebnis eigener Pubertätserfahrungen. Nach seiner Begegnung mit Gisela Fluß habe sich Freud entschieden, nicht die Frauen, sondern die Welt der Wissenschaft zu »erobern«. Der mit analytischer Sensibilität geschriebene Aufsatz, der sich auf ein breites Material stützt, leidet etwas darunter, daß die Autorin die vermutlich falsche Identifizierung der »Ichthyosaura« aus den Silberstein-Briefen mit Gisela Fluß übernimmt. — Einige Reflexionen über Freuds Kokain-Episode bietet Louis Linn. Er meint, daß Freud ein »genuine addict«