You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In Fortführung ihrer Arbeit über das »Etwas-Mehr« als Deutung in der psychoanalytischen Behandlung (Psyche — Z Psychoanal 56, 2002, 974-1006) entwickeln die Autoren ihre an der Entwicklungspsychologie orientierte Methode zur Untersuchung von Mikro-Ereignissen im psychoanalytischen Prozeß weiter. Im Zentrum stehen Konstrukte und Begrifflichkeiten, die die Splitsekundenwelt der impliziten, prozeduralen Interaktionsprozesse zwischen Patient und Analytiker von einem Moment zum nächsten (die sogenannte »lokale Ebene«) detailliert beschreiben. Es wird eine Theorie therapeutischer Wirkung erörtert, die auf Prozessen dieser »lokalen Ebene« beruht. Zentrales Element bildet ein Schritt für Schritt sich vollziehender Interaktionsprozeß des Zueinanderpassens, der Stimmigkeit, der als Katalysator für Veränderungen wirkt und das implizite relationale Wissen erweitert.