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Die von A. Honneth vertretene Theorie der Anerkennung hat sich zur Aufgabe gemacht, sowohl deskriptiv als Gesellschaftstheorie das Erbe der Kritischen Theorie anzutreten als auch im intersubjektiven Akt wechselseitiger Anerkennung einen moralischen Überschuß über bestehende Rechtsinstitutionen aufzuweisen. Die von J. Whitebook geäußerte Kritik bezieht sich darauf, daß die »intersubjektivistischen« Voraussetzungen der Anerkennungstheorie weder dem produktiven noch dem destruktiven Potential eines Selbst, wie es die Psychoanalyse konzipiert, Rechnung trage. Insofern jedoch sowohl Whitebook — negativ — als auch Honneth — positiv — sich auf die intersubjektive Dyade beziehen, verlieren sie die Dimension des Dritten aus dem Blick, die unter Rückgriff auf Lacan und Levinas herausgearbeitet wird und die Widerstreite, denen soziale Subjekte unterliegen, erst plausibel machen kann.