You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Mit der vorliegenden Arbeit wird ein neuer Versuch vorgestellt, die Psychoanalyse auf ihre Wissenschaftlichkeit hin zu untersuchen. Der Autor bringt dabei die Kriterien zur Anwendung, die der Kritische Rationalismus Poppers an die Wissenschaft stellt, speziell das Kriterium der Falsifizierbarkeit. Straßmaier begründet diese Überprüfung vor allem mit dem hohen Maß an Verantwortung, das der Psychoanalyse im Rahmen des Psychotherapie-Versorgungssystems zukomme (S. 15f.).
Aus der Vielzahl der psychoanalytischen Hypothesen und Ansätze wählt Straßmaier den Widerstand aus, weil er ihn für ein sehr zentrales und das am meisten entwickelte Konzept bei Freud hält. Beispielhaft soll dieser Aspekt mit den Popperschen Kriterien der Wissenschaft konfrontiert werden.
Klar und genau ist der Gang der Arbeit: Zunächst gibt Straßmaier einen Überblick über die wichtigsten Äußerungen und Darstellungen Freuds zur Widerstandsproblematik. Mit Freud unterscheidet Straßmaier sechs Formen