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Bereits zum fünften Mal fand die letztjährige Sommerakademie des Deutschen Arbeitskreises für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG) vom 7.-11. 6. 2004 unter Leitung von Dr. Jörg Burmeister in Granada, Spanien, statt. Durch die Kooperation mit dem internationalen, dem österreichischen, dem spanischen und dem italienischen Gruppentherapieverband kamen rund 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Brasilien, Spanien, Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Bulgarien, Rußland, Schweden und Norwegen für eine Woche in einer idyllisch gelegenen Flamencoschule in der Altstadt von Granada, im Albayicin, zusammen, um über »die Gruppe zwischen Welten und Kulturen« zu reflektieren. Die Internationalität der Kongreßteilnehmer bedeutete eine wahre Herausforderung für den Veranstalter, da sowohl Vorträge wie auch die Arbeit in den Gruppen jeweils in drei Sprachen zu übersetzen waren. Dies führte zwangsläufig dazu, daß sich Diskussionen wie auch Gruppenprozesse verlang-samten und dadurch eine nicht immer leicht zu ertragende Entschleunigung gruppaler Dynamiken entstand, die allerdings durch das lustvolle Erleben sprachsymbolischer Vielfalt und kultureller Diversität ausgewogen wurde.
Die morgendlichen Vorträge auf der sonnenüberfluteten Terrasse der Flamencoschule, unter Granatäpfel- und Orangenbäumen und mit Blick auf die Alhambra, führten ein in unterschiedliche Aspekte interkultureller Begegnungen, therapeutischer Erfahrungen und theoretischer Überlegungen in der Arbeit mit Migranten, Flüchtlingen und »fremden«, sozial ausgegrenzten Gruppen.
Im Anschluß an die Vorträge bestand die Möglichkeit, entweder in einer kon-stanten, zumeist deutschsprachigen Gruppe in einem der angebotenen Gruppentherapieverfahren (analytisch, dynamisch, psychodramatisch …) oder in der internationalen Gruppe mit täglich wechselnden Leitern und Verfahren zu arbeiten. Nach der langen »Siesta« konnte am Nachmittag in der gleichen Kleingruppe oder aber in der nun geöffneten internationalen Gruppe