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Der Autor erläutert das Erleben einer »Invasion«, das mitunter von bestimmten schwer gestörten Patienten geschildert wird. Sie beschreiben ihr Erleben als ein körperliches Leiden und erklären zum Beispiel, daß sie einen »Fremdkörper« in ihrem Innern wahrnehmen. Nach Ansicht des Autors machten diese Patienten die frühe Erfahrung, daß ihre Projektionen nicht aufgenommen und contained wurden, während sie gleichzeitig primitive Eigenschaften des Objekts inkorporierten, die mit Gewalt in sie hinein projiziert wurden. Ein Objekt, das auf diese Weise eindringt, steht unter einem zwanghaften Bedürfnis, unerträgliche innere Zustände auszustoßen, indem es andere als deren Behälter benutzt. Der Säugling inkorporiert diese gewaltsamen Projektionen als Teil seines eigenen mentalen Repräsentationssystems, wodurch die normalen Identifizierungsvorgänge beeinträchtigt werden. Beeinträchtigt wird infolgedessen auch die Entwicklung des Selbstgefühls. Klinische Beispiele illustrieren, wie die Invasionserfahrung sich im analytischen Setting sowie in der Übertragung und Gegenübertragung manifestiert. Der Autor vertritt die These, daß diese hochkomplexe Form der frühen Subjekt-Objekt-Interaktion (vor der Differenzierung von Psyche-Soma) wahrscheinlich eher bei Individuen mit schwerer narzißtischer Störung zu finden ist. Formuliert werden auch Überlegungen zu den Ursprüngen invasiver Phänomene.