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Als Freud 1914 den Narzißmus in die psychoanalytische Theorie »einführt«, ist dieser Begriff keineswegs eine neue Errungenschaft. Die Vorstellng einer libidinösen Ichbesetzung aber bringt die bisherigen triebtheoretischen Konzeptionen vollständig durcheinander. Freud reagiert mit der Narzißmusarbeit auf die Theorien Alfred Adlers, vor allem jedoch auf die C.G. Jungs. Der Versuch einer Abgrenzung von C.G. Jung bringt ihn freilich in die ungewollte Nähe zu dessen Konzeption einer desexualisierten Libido. Mit der »Einführung des Narzißmus« schafft Freud mindestens so viele Probleme, wie er zu lösen glaubt. Schneider versucht diese Probleme gleichsam zu »präparieren« und sie nicht zuletzt im Hinblick auf die Frage nach der Bedeutung des Anderen im Konzept des Narzißmus zu diskutieren.