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Unter der Leitung von Alain de Mijolla und unter Mitarbeit eines Redaktionskomitees, bestehend aus Bernard Golse, Sophie de Mijolla-Mellor und Roger Perron, erschien im Sommer 2002 das seit fünf Jahren immer wieder angekündigte Dictionnaire international de la psychanalyse. Mijolla hat zwar den Wettlauf um einen Erscheinungstermin vor der Jahrhundertwende mit dem Dictionnaire de la psychanalyse von Elisabeth Roudinesco und Michel Plon, das 1997 erschien, verloren, er verspricht aber, mit seiner Arbeit der Psychoanalyse einen würdigen Einstieg ins neue Jahrtausend zu verschaffen. Nachdem sich die Zukunft der Psychoanalyse zu einem guten Teil aus ihrer Vergangenheit bestimmt, ist auch das Dictionnaire von Mijolla dem letzten Jahrhundert verbunden und verpflichtet.
Mijolla hat alles aufgeboten, was ihm an Erfahrungen und Ressourcen als Leiter der »Association International de la Psychanalyse« (AIHP), die sich an die Internationale Psychoanalytische Vereinigung (IPV) anlehnt, in der Zeit nach 1995, dem Beginn seines Unternehmens, zur Verfügung stand. Rein vom Umfang her betrachtet, hat sich die Mühe gelohnt, es ist nahezu doppelt so umfangreich wie das von Roudinesco und Plon und benötigt ein stabiles Büchergestell. Unwillkürlich denke ich dabei an die Leichtigkeit einer CD-ROM oder an eine Online-Version, die allerdings im Vergleich mit den zwei gewichtigen und repräsentativen Bausteinen keinen entsprechenden narzißtischen Gewinn für ihre Schöpfer und manche Leser bieten können, die nur darin stöbern und etwas Neues finden möchten.
Das Dictionnaire international de la psychanalyse nennt in seinem Untertitel bereits die wesentlichen Elemente seines Inhalts: Konzepte, Ideen, Biographien, Werke, Ereignisse und Institutionen. Mijolla gibt insgesamt 1572 Einträge an, wovon nahezu 900 psychoanalytischen und tiefenpsychologischen Begriffen, Ideen und theoretischen Modellen gewidmet sind; er nennt mehr als 350 biographische Einträge zu Personen, die als »die wichtigsten in der G