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Seit 1987 hat Christa Rohde-Dachser in der Nachfolge Alexander Mitscherlichs als Professorin am Institut für Psychoanalyse des Fachbereichs Psychologie der Universität Frankfurt gelehrt, 2004 hat sie ihren Abschied mit einem Symposion begangen. Der ursprüngliche Titel »Im Gegenwärtigen Vergangenes«, Einladungsmetapher für alle Referenten, hätte das Abschiedsthema ebenso aufgenommen wie derjenige, der diesem Erinnerungs-band überschrieben ist. Expedition in einen dunklen Kontinent — Zerstörter Spiegel — Im Schatten des Kirschbaums: Christa Rohde Dachser hat auf ihrem Weg als psychoanalytische Forscherin immer wieder höchst kreative, eindrückliche Metaphern gefunden.
Christa Rohde-Dachser selbst stellt sich in ihrem Beitrag ganz dem Abschiedsthema. Ihr Rekurs auf die wunderbare Erfindung des Übergangsobjekts, des intermediären Raumes von D.W. Winnicott führt von der Trennungs- und Verlusterfahrung zu dem Bild, das dem Betrachter des Buches als erstes begegnet: Klees Abfahrt der Schiffe. Es ist, als nähme sie Winnicotts tröstliche Sicht hinein in das dunkle Bild, um auch in diesem Abschied den Aufbruch zu Neuem zu entdecken. So ist auch ihre Arbeit »Und alle Lust will Ewigkeit« angelegt, ein Forschungsprojekt in Frankfurt über männliche und weibliche Todes- und Unsterblichkeitsphantasien.
Einen Kunsthistoriker zu Wort kommen zu lassen, das entspricht Christa Rohde-Dachsers Interesse, die Grenzen des eigenen Fachs zu überschreiten. Jean-Christophe Ammann