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Nicht beschulbare - und damit häufig auch delinquente - Jugendliche, an denen sowohl die Regelschule als auch die Jugendhilfe scheitern und die dann fast regelhaft mit »Vater« Staat in Form der Jugendgerichtsbarkeit in Kontakt kommen, werden in der Öffentlichkeit erst dann zur Kenntnis genommen, wenn beispielsweise erlebnispädagogische Angebote die Kosten der pädagogischen Bemühungen in die Höhe treiben, wenn Straftaten auf ihr Konto gehen oder aber wenn Politiker zum wiederholten Male angesichts steigender Jugendarbeitslosigkeit auf die mangelnden Fähig- und Fertigkeiten der heutigen Jugend verweisen. Diese Jugendlichen werden, wie sollte es auch anders sein, von der Öffentlichkeit ausschließlich negativ wahrgenommen.
Doch sowohl die immanenten Vorwürfe der politisch Verantwortlichen als auch die fast hilflos anmutenden Versuche der Erziehungshilfe machen im Grunde nur eines deutlich, nämlich die Ohnmacht, mit der sich die staatlichen Instanzen den Jugendlichen gegenübersehen und zu denen sie offensichtlich keinen Zugang finden.
Im Grunde scheitern beide Parteien - gemeint sind die Jugendlichen auf der einen, Schule und Jugendhilfe auf der anderen Seite -, und dies betonen die Verfasser der Studie immer wieder, »machtvoll und elend zugleich« (S. 313) wechselseitig aneinander. Es entsteht damit ein circulus vitiosus gegenseitiger schuldvoller Anklagen und Vorwürfe, häufig mit dem einzigen Ziel, das eigene Versagen abzuwenden. Die Abwehrbewegungen, verstanden als »Überlebensstrategien mit Sinn« (S. 17), werden damit zu stabilen aufrechterhaltenden Bedingungen. Ein Ausweg aus diesem Teufelskreislauf blieb bislang unentdeckt.
Genau an diesem Teufelskreislauf setzt die Studie, die von Ludwig von Friedeburg als ein »Beispiel exzellenter qualitativer Sozialforschung« (S. 7) bezeichnet wird, an.
Zunächst ein paar Worte zum Design der Studie. Das zur Rezension vorliegende Buch »präsentiert Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojektes, das am Institut für Sozialforsch