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Das Hemmungsphänomen in der schweren Depression wird als ein Grenzproblem einer geschlossenen psychoanalytischen Depressionstheorie dargestellt. Empirische Befunde zu emotional-kognitiver Interaktion bei Gesunden und Depressiven werden zur Entwicklung eines neuropsychoanalytischen Modells der Abwehr- und Bewältigungsmechanismen in der Depression herangezogen. Dabei wurde von der Hypothese ausgegangen, daß bestimmte Prinzipien der neuronalen Integration mit spezifischen Abwehrmechanismen verbunden sind. Die neuropsychologischen und neurophysiologischen Korrelate dieser regressiven Prozesse in der Depression werden beschrieben. Das vorgestellte neuro-psychoanalytische Modell läßt sich als Ausgangspunkt für zukünftige empirische Untersuchungen der den Abwehr- und Bewältigungsmechanismen zugrundeliegenden psychophysiologischen Mechanismen in der Depression auffassen. Es läßt sich ferner zur Konzeptualisierung der für die psychoanalytische Psychotherapie depressiv Erkrankter bedeutsamen partiellen Entkopplung vom psychischen Prozeß und aktueller Psychopathologie heranziehen.