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Celans Freud-Lektüre ist Aneignung, Deutung, Kritik und Fortsetzung zugleich. Stets konkret an Gedichten Celans ausgerichtet, durchmißt Jean Bollack den in ihnen zwischen Judentum, Frankfurter Schule, Freud und Kafka eröffneten Assoziationsraum. In diesem Lese-prozeß erweist sich das Freudsche, aber auch Benjaminsche und Kafka-sche Lesematerial als mehr denn bloßes Zitat, vielmehr als Spuren einer in Dichtung sich materialisierenden Auseinandersetzung.