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Die zeitgenössische israelische Traumaforschung erinnert sich gern an frühere Perioden ihrer Wissenschaft, grenzt sich aber normalerweise gegen diese ab, indem sie sie als unwissenschaftlich und ideologisch abwertet. An vier, von den späten vierziger Jahren bis in die neunziger Jahre reichenden Stationen des israelischen Traumadiskurses wird auf gezeigt, daß solche Erinnerungen zwar dazu dienen können, frühere ideologisch bedingte Verkennungen und Verdrängungen zu markieren, aber nicht deshalb schon die gegenwärtige Traumaforschung vor politischen Einflüssen schützen, die unter anderem auch die Art und Weise, in der kritische Erinnerungen an die professionelle Vergangenheit entstehen, entscheidend mitgestalten.