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In der ethischen Frage nach der Verantwortlichkeit und deren Voraussetzungen im Subjekt sieht die Autorin die zeitgenössische Verlängerung der klassischen Frage Adornos aus dem Jahre 1959, was Aufarbeitung der Vergangenheit bedeute. Der Topos der Verantwortlichkeit bewegt sich im Spannungsfeld der beiden Achsen Destruktivität und Alterität, die anhand der Beiträge Melanie Kleins sowie der Sozialphilosophen Emanuel Lévinas und Paul Ricœur entfaltet werden. Leitend ist hierbei die Frage, wie (und ob) eine psychoanalytische Ethik die Alterität des (anderen) Objekts zu konzeptualisieren in der Lage ist und wie sich eine solche Konzeptualisierung zur Subjekttheorie Freuds verhält. Ausgangspunkt dieser Überlegungen ist eine Stelle aus Freuds »Entwurf einer Psychologie«, in der er den »Komplex des Nebenmenschen in zwei Bestandteile« sondert, von denen der eine vor dem Hintergrund des Eigenen verstanden, der andere aber inkommensurabel bleibt.