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Schon der Titel des ersten Bandes von drei geplanten verweist auf ein vielversprechendes, ein anspruchsvolles Unternehmen und erinnert an Ellenbergers monumentales Buch Die Entdeckung des Unbewußten, das durch die Fülle an Informationen, durch Klarheit und Genauigkeit in der Darstellung besticht und als besonders geglückter Versuch einer interdisziplinären Darstellung gelten darf. Daran scheinen sich die Herausgeber des vorliegenden Buches anzulehnen; so wird — implizit und explizit—Bezug auf Ellenbergers Werkgenommen. Und schon das Vorhaben, an Ellenbergers Untersuchung anzuknüpfen und sie bis in die Gegenwart zu erweitern, ist zu begrüßen.
Das Buch gliedert sich in fünf Hauptkapitel; in jedes Hauptkapitel führen die Herausgeber mit einem Überblick und einer kurzen Zusammenfassung ein.
Die ersten beiden Hauptkapitel behandeln den philosophiegeschichtlichen Hintergrund des »Unbewußten« in insgesamt sieben Aufsätzen. Die Beiträge diskutieren den Einfluß von Descartes, Leibniz, Kant, Schopenhauer und Nietzsche auf die Begriffsbildung des Unbewußten; einzelne Aufsätze sind systematischer Natur und setzen sich mit philosophischen Kategorien (»Lebenskraft«, »absoluter Geist«) sowie ideengeschichtlichen Strömungen (Romantik) auseinander.
Der Aufsatz von Johannes Oberthür, philosophisch sehr fundiert, stellt die Verbindung her zwischen zwei so unterschiedlichen Denkern wie Descartes und Leibniz. Descartes, der als strenger Rationalist die Selbstbewußtheit des Menschen zum Maßstab erhebt, wird von Leibniz grundlegend revidiert, indem dieser den Zusammenhang zwischen Bewußtem und Unbewußtem betont. Beide Positionen sind repräsentativ für die weitere philosophische Auseinandersetzung mit dem Unbewußten.
Ein interessantes, aber auch gewagtes Unternehmen ist der Versuch von Birgit Althans und Jörg Zirfas, das Unbewußte zum Gegenstand der Kantischen Philosophie zu erklären. »Der Versuch, in Kants Philosophie das Unbewusste zu entdecken, ist ein undankbares Unterfangen« (S. 70), stel