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Während der Ort des Wirkens, die Couch, das Behandlungszimmer, das Klinikum, sich nicht verändert haben, teilen Psychoanalytiker, Therapeuten und klinisches Personal mit ihren Patienten häufig nicht mehr Historie, Wertvorstellungen, Religion und Alltagswirklichkeit — bisher implizite und oft selbstverständliche gemeinsame Basis im therapeutischen Arbeitsbündnis. Die psychoanalytische Methode erscheint am besten geeignet, ein momentanes Nicht-Verstehen auszuhalten, das Fremde nicht abwerten und pathologisieren zu müssen und die kulturelle Bedingtheit des Subjekts zu reflektieren. Anhand der vorgestellten Kasuistik wird aufgezeigt, wie mit einem ethnopsychoanalytischen/ethnopsychiatrischen Herangehen transkulturelle Autonomiekonflikte für das Subjekt im therapeutischen Prozeß bewußt werden dürfen.