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Öffentliche Darstellung von Gewalt und heimliche Faszination von Destruktivität stehen in einem engen Wechselverhältnis. Ohne Gewaltphantasien und ihre Sublimierung gibt es keine menschliche Entwicklung. Ohne ihre Einbindung in soziale Zusammenhänge mit Hilfe der Kultur, die ihrerseits vielfach von der Darstellung gewaltsamer Phantasien lebt, wäre gesellschaftliches Zusammenleben ein Alptraum. Der Autor erkundet den schmalen Grat zwischen pathologischer Fixierung und gelingender psychischer Organisation dieser Thematik im Jugendalter und illustriert seine psychoanalytischen Überlegungen zur Faszination der Gewalt mit Fallbeispielen. Destruktiv aggressive Identifikationen und daraus resultierende Verhaltensweisen können dazu eingesetzt werden, verletzliche Seiten der Persönlichkeit vor der befürchteten Zerstörung zu schützen, gleichwohl aber zu schwersten Entwicklungsproblemen führen. Der Gefahr einer Fixierung auf offen destruktiv gewalttätige Identifikationen im Jugendalter wird die Gefahr einer heimlichen Identifikation mit destruktiven Impulsen in Form einer Orientierung an autoritären Mustern im Erwachsenenalter gegenübergestellt.