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Ausgehend von Freuds Begriff der melancholischen Arbeit wird die Arbeit der Trauer mit jener der Depression verglichen. Hier wie dort geht es um einen langwierigen Prozeß der Bindungslösung, der der Depression jedoch ungleich schwerer fällt. Es wird ferner der Frage nachgegangen, warum das Konzept der melancholischen Arbeit bislang keinen Eingang in das Vokabular der Psychoanalyse gefunden hat. Dazu geht der Autor auf das Prozeßgeschehen der Trauer zurück, das immer noch tabuierte Aspekte enthält, was sich anhand der weltweit anzutreffenden Orpheussage gut belegen läßt. Wird die »depressive Position« erreicht, erfolgt die Bindungslösung nach Art der Trauer, wenn nicht, bleibt nur der Modus der melancholischen Arbeit. Freuds Teufelsneurose im siebzehnten Jahrhundert veranschaulicht die Arbeit der Depression. Es folgt eine weitere aktuelle Kasuistik.