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Freud gebrauchte die Formel von der »weltlichen Seelsorge«, um die psychoanalytische Aufgabe zu beschreiben. Psychoanalytiker sind weder Priester noch Ärzte, sie sind auch nicht Heiler oder Forscher. Ihr Handeln liegt zwischen diesen Positionen. Der methodische Imperialismus empirischer Forschung bedroht diese intermediäre Position, aber auf der anderen Seite wäre es unklug, die Befunde empirischer Forschung zu ignorieren. Wie also kann die intermediäre Position genauer beschrieben werden?Der Autor entwickelt eine Theorie der Unterscheidung zwischen empirischer Forschung und professioneller Praxis, die in den Sozialwissenschaften wohletabliert ist. Diese Unterscheidung kann genutzt werden, um die intermediäre Position zu definieren und sich zugleich von den methodologischen Einseitigkeiten derzeitiger empirischer Forschung in der Psychotherapie zu entlasten. Andere Forschungsmethoden werden in Beispielen vorgestellt, sie sind psychoanalytischen Intuitionen durchaus näher.