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Der Titel des Buchs Transformative Relationships ist leider auf den ersten Blick weder eingängig noch sofort zu verstehen. G. Silberschatz hat ihn wohl gewählt, weil er den Grundgedanken benennt: Erfolgreiche Psychotherapie »transformiert« über die therapeutische Beziehung die Beziehungserfahrungen des Patienten. J. C. Norcross, ein international bekannter Psychotherapieforscher (vgl. Psychotherapy Relationships That Work, New York [Oxford UP] 2002), kommentierte in den USA das Buch deshalb auch so: »Eine meisterhafte Integration von Theorie, Forschung und Praxis, die zu Recht die therapeutische Beziehung in das Zentrum des Heilungsprozesses stellt.«
Die San Francisco Psychotherapy Research Group (SFPRG) hat fast 20 Jahre nach ihrem oft zitierten Werk The Psychoanalytic Process (Weiss et al., New York [Guilford Pr.] 1986) eine erneute Zusammenfassung ihrer Ergebnisse geliefert. Die Forschergruppe, die ehemals Mount Zion Psychotherapy Research Group hieß, ist bekannt geworden durch die Control-Mastery Theorie des psychoanalytischen Behandlungsprozesses sowie die Planformulierung als empirische Methode zur validen Erfassung interpersonaler Beziehungsmuster.
Die kreative Forschergruppe schwimmt seit über 30 Jahren gegen den Strom: Sie gründet ihre empirischen Ergebnisse auf die Einzelfallforschung entgegen dem wissenschaftlichen Sog der RCT-Forschung. (Die Random-Control-Trials-Forschung weist Therapieeffekte streng nach dem experimentellen Design eines Gruppenvergleichs mit einer Zufallsverteilung der Patienten zu den verschiedenen Behandlungsbedingungen nach und gilt als der »Goldstandard« bei der Bewertung nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin.) Zudem ist dem Strom entgegen der Forschungsansatz der SFPRG nicht störungsspezifisch. Daß störungsspezifische Ansätze nicht pauschal effektiver sind als allgemeine, bestätigen nun jüngst auch Ergebnisse aus einer Metastudie (Baskin et al., »Establishing Specificity in Psychotherapie«, J Consult Clin Psych 71, 2003, 9