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Das Hauptwerk des italienischen Künstlers Giorgio Morandi besteht aus Stilleben, die Gefäße zeigen. Sie alle tragen den Titel »Natura morta« und bilden den Gegenstand dieser Untersuchung. Wenn Schneider formuliert, die Kunst sei ein (Quasi-) Container, dann vertritt die Autorin hinsichtlich dieser Stilleben die These, daß sie diesen Prozeß selbst zum Gegenstand haben, genauer: daß sie von der unabschließbaren Integrationsarbeit destruktiver Selbstanteile handeln. Wie sie die Reflexion ihrer eigenen Gegenübertragungsmanifestationen im Zusammenhang mit theoretischen Erwägungen sowie die Charakterisierungen, die sie in der vorhandenen Literatur zu Morandi gefunden hat, zu ihrer These führten, bildet den Hauptteil dieses Artikels. Mit Hilfe weniger ausgewählter Bilder wird veranschaulicht, wie in diesen Gemälden verschiedene Stadien und Schattierungen des Durcharbeitens des melancholischen Kerns dargestellt werden. Die Arbeit schließt mit der Überlegung, inwieweit die Auseinandersetzung mit den Stilleben Morandis, insbesondere mit deren Doppelcharakter von figürlich und abstrakt, nahelegen könnte, für die Containment-Funktion ein ausreichendes Oszillieren zwischen der depressiven und der autistisch-berührenden Position weiter zu untersuchen.