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Bilder nehmen in der psychoanalytischen Auffassung des Seelenlebens einen zentralen Stellenwert ein. Gleichzeitig ist von einer Konjunktur der Bilder die Rede, von einem »iconic turn« und einem Ende der sogenannten Gutenberg-Galaxis, so daß die sogenannte Bilderfrage von einer weit über die Träume hinausgehenden Aktualität ist. Der Autor sammelt zunächst die Aussagen Freuds zum Stellenwert des Bildlichen sowie die nach ihm erfolgten Erweiterungen, um anschließend die gefundenen Bestimmungen in einer psycho-semiotischen Theorie der Repräsentanzwelt zu reformulieren, die er mit der inzwischen von Siegfried Zepf wesentlich erweiterten Theorie der Interaktionsformen verbindet. Mentale Bilder sind Soldt zufolge Zeichen, die analog zu Wörtern begrifflich strukturierte seelische Repräsentanzen bezeichnen und ihnen damit Bewußtsein verleihen. Anders als Worte sind Bilder aber ikonische Zeichen, die das, was sie bezeichnen, zugleich auch anschaulich darstellen. Schließlich wird das Verhältnis von mentalen Bildern zum Unbewußten untersucht.