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Die Arbeit ist ein Beitrag zu der Diskussion: wie beeinflussen die impliziten Theorien des Analytikers seine Wahrnehmung und Deutung des Materials des Patienten. Dazu werden die beiden großen psychoanalytischen Theoriegebäude der Psychoanalyse, die Objektbeziehungstheorie nach Klein mit der Annahme eines primären Neids und die Theorie des libidinösen primären Narzißmus nach Freud einander gegenübergestellt und in ihren unterschiedlichen Grundannahmen miteinander konfrontiert. Anhand einer Fallvignette wird sodann der Frage nachgegangen, an welchem Punkt sich ein Wechsel im Analytiker vollziehen kann und ihn von einer Theorie zu einer anderen übergehen läßt. Im vorliegenden Fall, ausgehend von der paradigmatischen Darstellung einer Behandlung eines durch Krieg und Flucht schwer traumatisierten Patienten, bei dem Grundzüge seiner Traumatisierung in der Behandlung wieder auftauchten, wird eine Reevaluation des »vergessenen« primären Narzißmus mit seinen Komponenten der Autoerotik und des Selbsterhaltungstriebs diskutiert.