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Angst ist in Freuds Formulierung das »Grundphänomen und Hauptproblem der Neurose« und damit ein Dreh- und Angelpunkt jeder psychoanalytischen Konzeptbildung. Der Autor diskutiert grundsätzliche Fragen psychoanalytischer Theoriebildung zur Angst und entwickelt, ausgehend von Freuds Angstkonzepten, die Hypothese, daß kein psychoanalytisches Angstkonzept losgelöst von einem größeren klinischen Gesamtkonzept betrachtet werden kann. Als Beispiele zieht er die Konzepte von Green, Bion und der Forschungsgruppe um Fonagy heran und diskutiert die Facetten sowie Konvergenzen und Divergenzen des jeweiligen Angstbegriffs. Nach einem Exkurs zur Frage des Todestriebs stellt der Autor eine eigene Fallvignette vor, um daran die Perspektiven des Angstverständnisses zu erörtern.