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Rangells (1954) Definition von Psychoanalyse in Abgrenzung zu Psychotherapie und Gills (1988) Beitrag sind der Ausgangspunkt dieser Arbeit. Der Begriff »niederfrequente Psychoanalyse« wird daraus abgeleitet und mit weiteren niederfrequenten Anwendungen der Psychoanalyse vergleichend diskutiert. An einem Fallbeispiel wird niederfrequente Psychoanalyse auf den Ebenen der Makrointeraktion und der Mikrointeraktion erläutert. Eine Überprüfung des Erfolgs der gewählten Methode ist in diesem Fall aufgrund der Besonderheit der Erkrankung der Patientin an einer thrombotisch thrombozytopenischen Purpura (TTP) möglich, einer schweren somatischen Erkrankung, die in Rezidiven auftritt. Das Ausbleiben von Rezidiven sowie die tiefgreifenden Veränderungen der Patientin nach Auflösung des neurotischen Konflikts in der Übertragung führten zu einem glücklichen Ausgang der Behandlung und bestätigen die Indikation und die Wahl der Behandlungsmethode. Die Besonderheiten der niederfrequenten Psychoanalyse sowie der Nutzen des Begriffs werden diskutiert.