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1995 - hundert Jahre Studien über Hysterie . 2000 - hundert Jahre Traumdeutung . 2005 - hundert Jahre Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie . Und 2006 - kam der hundertfünfzigste Geburtstag Sigmund Freuds noch hinzu. Da gab es also in der letzten Zeit reichlich Anlaß, Rückschauauf Freud und sein Werk zu halten. Das taten auch zehn Vertreter von Psychoanalyse und Sexualwissenschaft im Februar 2005 bei einer Tagungin Frankfurt am Main, der »ersten gemeinsamen institutionellen Aktion seit Bestehen der beiden Disziplinen, jedenfalls in den deutschsprachigen Ländern« (S. 7), wie Ilka Quindeau und Volkmar Sigusch im Vorwort des Bandes schreiben, der die gesammelten Vorträge enthält. Alle Beiträge haben die Drei Abhandlungen zum Ausgangspunkt, um sich dann mehr oder weniger weit davon zu entfernen. Das ergibt eine facettenreiche und spannende Lektüre, wobei gelegentlich auch garzu »freie« Assoziationen dargeboten werden.
Volkmar Sigusch beginnt mit einem Überblick der sexualwissenschaftlichen Literatur, die publiziert war, schon bevor Freud die Drei Abhandlungen veröffentlichte. So hatte Albert Moll 1897 darauf hingewiesen, daßes, wie Sigusch (S. 18) zitiert, »lange Zeit