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Übersicht: Auf der Grundlage von Erfahrungen einer Kommission zur Bearbeitung ethischer Probleme aus psychoanalytischen Behandlungen wird die Frage ethischer Kategorien für psychoanalytisches Handeln erörtert. Die Tätigkeit des Psychoanalytikers als Handeln im besonderen Feld der psychoanalytischen Situation enthält die Strukturen des allgemeinen Denkens über Ethik und muß gleichzeitig den Besonderheiten des psychoanalytischen Erfahrungsraums Rechnung tragen. Kodifizierungen ethischer Kategorien für psychoanalytisches Handeln sind vor allem als Aussagen über sittliche Übereinstimmungen im Rahmen der Tugendethik (Kant) zu betrachten. Erörtert wird die Frage einer möglichen Abgrenzung zum judikativen Bereich. Psychoanalytische Institutionen ihrerseits benötigen angemessene Strukturen für die Aufgaben zur Wahrung ethischer Belange bei der Anwendung der psychoanalytischen Methode. Dargestellt wird die Konzeptualisierung einer Ethikkommission, die versucht, auch in ihren normativen Aspekten psychoanalytisches Denken zu erhalten. Klinische Erfahrungen veranschaulichen die Überlegungen.