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Nichts Geringeres strebt D. Sterns »Present Moment« an, als eine neue metapsychologische Kategorie und eine Methode der Interaktionsanalyse der Psychoanalyse und der Alltagspsychologie zugrunde zu legen und als Theorie intersubjektiver Verständigungsprozesse zu postulieren und zu begründen. Das Phänomen ist schnell benannt: »Der Gegenwartsmoment […]ist der Moment der gelebten Erfahrung, der Erfahrung, während sie sich vollzieht — nicht wie sie später in Worten, d. h. in einer anderen Form, wiedergegeben wird.«
Mit Hilfe einer eigenen empirischen Untersuchungsmethode, dem »Mikroanalytischen Interview« (mit Studenten, Kollegen, Freunden) wird eine Sequenz von 5 Sekunden der Erinnerung (»zusammengesetzte Narration«) an ein kurz zurückliegendes Ereignis (Frühstücksinterview) genau aufgeschlüsselt und vermessen (nach der Intensität des Erlebens in z. B. drei Bewußtseinsepisoden, in die der Gegenwartsmoment