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Empirische Forschung in der Psychoanalyse scheint ein Reizthema zu sein und zu bleiben. Es ist schwer, jemand zu finden, der sie nicht für nötig hielte. Dennoch werden die Ansichten, was denn empirische Forschung in der Psychoanalyse eigentlich sei, weit auseinandergehen. Am einen Ende der Skala stehen die empirischen Forscher, die nurkontrollierte oder gar randomisierte Studien zulassen wollen. Auf der anderen Seite sind die therapeutisch eingestellten Forscher zu finden, die in jeder Therapiestunde eine Forschungsreise sehen. Ein großes Spektrum erstreckt sich zwischen diesen beiden Polen. Das hier zu besprechende Buch zeigt einmal mehr, daß es — und bereits dies wird ja immer wieder angezweifelt — empirische Forschung in einem engeren Sinne in der Psychoanalyse gibt. So vereinigt das Buch meist zusammenfassende Ergebnisschilderungen namhafter Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Forschungsrichtungen, der psychoanalytischen Experimentalforschung, der Entwicklungsforschung und der Therapieforschung. Auf die verschiedenen Beiträge werde ich nur hinweisen können, sie informieren über sehr aktuelle Forschungsrichtungen, die manchen Lesern bekannt sein mögen, aber die Beiträge kommentieren die Befunde, ergänzen das eine oder andere und vertiefen es. Für den schnellen, aber gründlichen Überblick über das jeweilige Forschungsgebiet sind diese Beiträge sehr hilfreich. Ich beginne mit der psychoanalytischen Experimentalforschung. T. Köhler faßt die empirischen Assoziationsuntersuchungen zusammen, die Abwehr und Widerstand empirisch in gewisser Weise bestätigen können. Die am Sigmund Freud Institut Frankfurt aktive Forschungsgruppe zur experimentalen Traumforschung stellt experimentelle Befunde dar, die die psychoanalytische Traumtheorie bestätigen, sie zeigt aber auch, was sich empirisch nicht bestätigen läßt, z. B. der Wunscherfüllungscharakter (T.