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Übersicht: Körperinszenierungen im Dienste der Schönheit waren von jeher ein wichtiger Bestandteil der Kultur. Neu ist aber das Ausmaß, in dem dafür neben kosmetischen Mitteln auch die Angebote der plastisch-ästhetischen Chirurgie in Anspruch genommen werden, mit Eingriffen, die unter die Haut gehen. Die Autorin versucht, diese Entwicklung einer psychoanalytischen Erklärung zu unterziehen und stellt dazu die Bedeutung der Schönheit in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Sie beginnt mit der Darstellung der evolutionspsychologischen Auffassung von Schönheit als Ergebnis sexueller Selektion. Anschließend zeigt sie, wie Freud — von diesem Ansatz ausgehend — zur Theorie einer sublimierten Schönheit gelangt, die sich von der sexuellen Befriedigung zunehmend abkoppelt. Psychoanalytiker nach Freud verstanden Schönheit vor allem als Begegnung mit dem Idealen und Erhabenen, so wie Schönheit auch Inbegriff des Begehrens ist. Von diesen Betrachtungen ausgehend, untersucht die Autorin anschließend die bewußten und unbewußten Phantasien, die immer mehr Menschen dazu veranlassen, den eigenen Körper mit Hilfe der plastischen Chirurgie diesem Schönheitsideal näherzubringen. Ein herausragendes Motiv ist der Wunsch, auf diese Weise der Vergänglichkeit körperlicher Schönheit Einhalt zu gebieten.