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Übersicht: Wahrnehmung und Verwendung der Gegenübertragung bilden einen wichtigen Bestandteil der psychoanalytischen Behandlung. Tiefgehende Gegenübertragungserlebnisse, die sich u. a. aus dem Prozeß der projektiven Identifizierung im Bereich präverbaler Erfahrungen ergeben, manifestieren sich häufig in Körpergefühlen. Diese Körpergefühle treten manchmal sehr plötzlich auf und können von überraschend großer Heftigkeit sein. Focusing ist eine Technik, die einen kreativen Umgang mit in der Gegenübertragung auftretenden Körpergefühlen erlaubt. Im Zentrum der Arbeit steht der so genannte »Felt Sense«, ein Körpergefühl, das tiefere unbewußte Erfahrungen enthält und in einer gewissen Weise repräsentiert. Nach Schaffen eines inneren und äußeren Freiraums kann der Felt Sense im Fokus einer nach innen gerichteten Aufmerksamkeit wahrgenommen werden. Es werden verschiedene Formen der Intervention diskutiert, wie durch die Mitteilung des in der Gegenübertragung wahrgenommenen Felt Sense der analytische Prozeß vorwärtsgetragen werden kann. In diesem Zusammenhang wird der »Felt Sense« als ein »analytisches Objekt« konzeptualisiert, das sowohl für den Patienten wie den Analytiker eine psychische Plattform zur weiteren Entwicklung der Therapie bildet. Das Ziel der Arbeit ist, die psychoanalytische Technik durch Erfahrungen mit der Focusing-Methode zu bereichern.