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Mit einiger Verwunderung las ich in der Psyche 11/2006 im Aufsatz von Stavros Mentzos und Helmut Thomä »Angstneurose und Neidproblematik: eine Kritik« eine Bemerkung zu meinem Aufsatz in der Psyche 4/2004 »Psychoanalytische Einzelfallstudie zu frühem Trauma und Zeiterleben«. In der Hauptsache setzt sich die Arbeit der beiden Autoren mit einem Text von Helen Schoenhals Hart, »Angstneurose heute«, ebenfalls abgedruckt in der Psyche 2006, kritisch auseinander. Frau Schoenhals Hart hat die Gelegenheit wahrgenommen, auf die Kritik von Thomä und Mentzos noch in der Psyche 11/2006 zu antworten.
Die Bemerkung von Mentzos und Thomä zu meinen Überlegungen hat ja eher marginalen Charakter, weshalb ich mich gefragt habe, ob ich sie nicht auf sich beruhen lassen sollte. Aus grundsätzlichen Erwägungen habe ich mich aber entschieden, den von den beiden Autoren sozusagen im Vorbeigehen supponierten Sachverhalt auf eine Weise zu klären, daß der Leser sich ein eigenes Bild machen und zu einem eigenen Urteil darüber kommen kann, wer sich auf den Thron setzt, wer von der Kanzel herunter redet und wer abkanzelt.
Zunächst die von Mentzos und Thomä an mir geäußerte Kritik:
»Hinshelwood hat unseres Erachtens zutreffend festgestellt, daß Bions Konzepte als mathematische Axiome aufzufassen sind, deren Wirklichkeitsbezug demgemäß offen ist. Sie eignen sich für jede Form rein subjektiver Anwendung. Ähnlich verhält es sich mit der Inthronisation der Gegenübertragung als ausschließlichem diagnostischen Kriterium (Schmithüsen , S. 294). Damit endet jede rationale Falldiskussion schon vor ihrem Beginn« (Mentzos u. Thomä , S. 1152).
Dies ist, wenn auch sicherlich eine Randbemerkung im Zusammenhang einer Kritik, die in erster Linie Helen Schoenhals Hart gilt, nun doch starker Tobak. Als mir en passant von hoher Warte bzw. von der Kanzel einerseits die Rationalität zumindest im Zusammenhang mit der inkriminierten Fallstudie abgesprochen und andererseits eine Art Größenwahn zugesprochen wird, indem mir vo