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Dies ist das zweite Buch, in dem der britische Psychoanalytiker und amerikanische Literaturprofessor Christopher Bollas die täglichen inneren und äußeren Abenteuer, Absurditäten und Aporien eines älteren Analytikers beschreibt, eine Art psychoanalytischer Fortsetzungsroman also. Mit ihm führt Bollas konsequent die Hinwendung zur literarischen Form fort, die mit Dark at the End of the Tunnel begann, aber auch früheren Krankengeschichten und autobiographischen Mitteilungen poetischen Reiz verliehen hatte. Die Roman-Form erlaubt ihm, gedankliche Positionen mäandernd zu entwickeln, Paradoxien szenisch aufzufächern oder traumhaft zu verdichten, verdeckte Kommentare zu verzwickten Fragen zu geben, Komik und Schärfe aufzufahren— und zurückzunehmen.
In Cracking Up hatte Bollas die Dramaturgie der Komik analysiert, ihre Abhängigkeit von »timing« und »Rhythmus«, für die der Mensch früher einen Sinn entwickle als für sich selbst. Hier ist nun wieder die Bühne frei für »den Analytiker«, den namenlosen, manchmal rührend hilflosen Held der Geschichte, aber auch für seinen Freund Murk, einen Komiker in der Tradition des Narren aus Shakespeares Dramen. Der spricht respektlos vom Verbrechen der Kleinianischen Ausbildung an schönen Frauen, weil sie sie ständig dazu anhalte, vorsichtig mit ihren Äußerungen zu sein, um nicht aus der feierlich-professionellen Rolle zu fallen. Natürlich ziehe das die Mundwinkel herunter, dafür rutsche die Nase vor, die Augen blickten eindringlich-einfühlsam, und aus sei es mit der Schönheit. Das ist frech, fürwahr, und »der Analytiker« widerspricht so vehement wie die Leserin bereit ist, vorsorglich an Chauvinismus zu denken, aber bestrickend ist der Gedanke doch: man lacht, während »der Analytiker« seinen Freund haßt für dessen Fähigkeit, verworfene Gedanken wieder aufzuwerfen. Und man ahnt, daß hier verdichtend mehr anklingt und angeklagt wird: die Karikatur einer analytischen Technik durch dogmatischen Ernst und selbstgewisse Schwere. Ein Lamento als