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In diesem Buch wird über eine Pilot-Studie berichtet, die die Autorin in Zusammenarbeit mit der Universität Basel (Bürgin), der Stadt Zürich und mit finanzieller Unterstützung mehrerer privater Vereine durchgeführt hat. Das Ziel war, die Dynamik postpartaler Krisen (insbesondere leichte bis mittelschwere postpartale Depression) in einer Mutter-Baby-Gruppe zu untersuchen, durchaus mit dem therapeutischen Anspruch, die Symptomatik der Mütter und der Säuglinge positiv zu verändern. Die Gruppe traf sich 14tägig zu je 90 Minuten, die Teilnehmerinnen verpflichteten sich, regelmäßig zusammen mit ihren kleinen Kindern teilzunehmen. Der Zeitraum war auf 26 Sitzungen begrenzt, d. h. bis ins 2. Lebensjahr der Kinder hinein konzipiert. Es wurde auch eine Väter-Gruppe angeboten, den Vätern war die Teilnahme freigestellt, und die Gruppe fand viel seltener, nur viermal, statt. Die Auswertung der Verläufe und der Ergebnisse beruhte auf Protokollen der Sitzungen, die die Leiterinnen, die Autorin und eine Mütter-Beraterin, unabhängig voneinander anfertigten, auf Video-Aufzeichnungen sowie auf der begleitenden Supervision. Die Auswertung teilt sich in einen individualpsychologischen, d. h. die Veränderungen der Mütter werden untersucht, und einen gruppenanalytischen Teil, hier wird der Verlauf der Gruppendynamik und die gruppenanalytischen Besonderheiten beschrieben.
In einem ersten Kapitel gibt Pedrina einen sehr instruktiven Überblick über die Geschichte der Mutter-Säugling-Therapie, die, was kaum bekannt sein dürfte, auf eine lange Geschichte (seit 1928) zurückblicken kann. Von Anfang an standen die Beziehung von Mutter und Baby und die unbewußten Haltungen, später die der anderen Familienmitglieder, im Blickpunkt. Die Forschungen von René Spitz, John Bowlby, Margret Mahler werden beschrieben, die Beiträge von Donald Winnicott und Daniel Stern sowie Serge Lebovici, auch von Soulé (Das imaginäre Kind) und von Selma Fraiberg, der eigentlichen Pionierin der Mutter-Säuglings-Therapie, w