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Übersicht: Ausgehend von der Wiederholung (Agieren) in ihrer metapsychologischen, klinischen und technischen Bedeutung, vermittelt der Aufsatz eine zentrale Problematik: die des psychisch Repräsentierten, des psychisch Nichtrepräsentierten und des psychisch Unrepräsentierbaren. Dies läßt die dialektische Beziehung zwischen Trieb und Objekt und ihren spezifischen Zusammenhang mit dem Traumatischen zutage treten. Der Autor mißt der klinischen Äußerung dieser Beziehung als »Schicksal« eine besondere Bedeutung bei. Er verweist auf eine Veränderung in der Theorie, vom Erinnern und dem Aufdecken unbewußter Wünsche zu der Möglichkeit, die »reine« Wiederholung, die das Wesen des Triebs ausmacht, zu verstehen. Er betont drei Arten der Wiederholung: »die repräsentierende« (ödipale), die des »Nichtrepräsentierten« (narzißtisch), das aber zur Repräsentation gelangen kann, und die des »Unrepräsentierbaren« (Sinneswahrnehmungen, »Erfahrungen aus frühester Zeit«, »vorsprachliche Signifikanten«, »unlenkbare Erinnerungsspuren«). Das Konzept — die Metapher — des Triebkeims führt zu der Frage des Archaischen in der Psychoanalyse, dem Ausdruck der Wiederholung im Agieren: ein »anderes Unbewußtes« versucht, das Verschüttete, das wir noch nicht beschreiben können — weniger das »Untergegangene« oder »Zugrundegegangene« als das »Innerste« -zu verbergen, und zwar mittels eines Mechanismus, dessen Äußerungsweise das Ausagieren in der Wiederholung darstellt. Ausgehend von »Konstruktionen in der Analyse« plädiert der Beitrag für einen behandlungstechnischen Ansatz, der sich von der Freudschen Konstruktion unterscheidet; hauptsächliches Material bildet dabei das, was in der Übertragungsgegenwart als Wiederholung von »etwas« auftaucht, das als Geschichte fehlt. Die Erinnerung im analytischen Prozeß stellt eine historische Diachronie her, wodurch sich eine von Wiederholung befreite, absolut singuläre Zeitlichkeit entfalten kann. Es handelt sich dabei nicht um eine historische Rekonstruktion der tatsächlichen Wahrheit, sondern um die Konstruktion von etwas Neuem. Gestützt auf seine Konzeption sogenannter »psychischer Zonen«, erläutert der Autor einige Aspekte seines Verständnisses der Psyche und der therapeutischen Arbeit. Diese Zonen hängen mit verschiedenen Modi des Unbewußt-Werdens zusammen, die gleichzeitig, nebeneinander, existieren; ihre jeweilige Prävalenz hängt von der vorliegenden Psychopathologie ab. Nichtsdestoweniger taucht jede dieser Zonen mit ihren unverwechselbaren Merkmalen in unterschiedlichen Momenten einer jeden Analyse auf und determiniert sowohl die Position des Analytikers als auch die Beschaffenheit des analytischen Feldes. Die Zone des Todestriebs und der Wiederholung steht im Mittelpunkt dieses Beitrags. Die »reine« Wiederholung drückt eine Zeit aus, die aufgrund der ständigen Wiederholung einer zeitlosen Gegenwart stillsteht. In diesem Fall ist das Agieren die via regia zur Äußerung »dieses« Unbewußten. Die Anwesenheit des Analytikers und sein eigener »Triebeinsatz« bilden die entscheidende Voraussetzung für einen letzten Bindungsversuch, der den Aufbau des verloren gegangenen »psychischen Gewebes« und die hypothetische Konstruktion einer Art »Geschichte« ermöglicht, die die verschütteten Elemente aufdecken kann, die bei diesen Patienten im Agieren zutage tritt. Die »reine« Wiederholung des Analysanden rührt an das neue Unbewußte des Analytikers; es tritt zu ihm in Resonanz. All dies veranlaßt den Autor, noch einmal zu betonen, welch hoher Wert der Selbstanalyse und Re-Analyse des Analytikers für die Suche nach Zusammenhängen zwischen dem, was zum Analytiker gehört, und dem, was zum Analysanden gehört, zukommt und insbesondere für die Differenzierung zwischen diesen jeweiligen Anteilen. Ein gewisser Grad an Auflösung der Bindung gewährleistet, daß etwas nicht Faßbares, das vor der Vereinnahmung durch den Anderen schützt, aufrechterhalten bleibt.