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Vom 25. Juli bis zum 2. August 1985 fand der 34. Kongreß der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) statt, der erste in Deutschland seit der Verfolgung der jüdischen Psychoanalytiker und der Ächtung der Psychoanalyse als »jüdischer Wissenschaft« im Nationalsozialismus. Thema des Kongresses war: Identifikation und ihre Schicksale. Zwar war der gesamte Kongreß vom Thema des Nationalsozialismus durchdrungen, aber ein spezifisches Interesse richtete sich an einem Vormittag auf die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Kinder von Opfern und Tätern mit Hilfe klinischen Materials (siehe unten!). Ich selbst konnte aus deutscher Sicht einen solchen Beitrag beisteuern und möchte im folgenden, ohne die Kasuistik im Detail wiederzugeben, den Prozeß meiner Auseinandersetzung mit einer Aufgabe, die mich außerordentlich herausforderte, skizzieren.
Im Juni 1971 besuchte Alexander Mitscherlich anläßlich der Ernennung Wolfgang Lochs zum ordentlichen Professor für Psychoanalyse die Tübinger Universität und hielt im überfüllten Festsaal eine Vorlesung über »Zwei Arten der Grausamkeit«, nämlich Grausamkeitslust und Grausamkeitsarbeit (Mitscherlich 1983), nach der Unfähigkeit zu trauern zusammen mit Margarete Mitscherlich eine andere höchst eindrucksvolle psychohistorische Anwendung der Psychoanalyse auf Probleme jenseits der Couch. Gewohnheitsmäßig wurden Gäste der Abteilung für Psychoanalyse zu einem technischen Seminar eingeladen, so auch Alexander Mitscherlich, und mir wurde als damaligem Mitarbeiter der Abteilung freigestellt, einen Fall zur Diskussion zu stellen. Ich nahm diese Möglichkeit gern wahr und erinnerte mich der Schwierigkeit, die mir die analytische Psychotherapie einer Patienten bereitete, deren Geschichte durch das indirekt traumatisierende Erbe eines in die Verbrechen des Dritten Reiches verwickelt gewesenen Vaters mitbestimmt war. Ich konnte eine aktuelle, ich denke sehr charakteristische Stunde vorstellen, die deutlich machte, daß die Patientin z