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Mit der Gründung der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) 1945 versuchten die in Deutschland verbliebenen Psychoanalytiker, an die Tradition der DPG aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus und dem Krieg anzuknüpfen. Dies drückte sich u. a. auch darin aus, daß für die Neugründung auf Vorschlag von Felix Boehm die Satzung aus dem Jahre 1931 unverändert übernommen wurde.
1949 kam es beim IPV-Kongreß in Zürich zu einer ersten Begegnung zwischen den in Deutschland gebliebenen Psychoanalytikern und denen, die ab 1933 aus Deutschland vertrieben worden waren. Die Vorfälle um die beiden Vorträge von Harald Schultz-Hencke und Karl Müller-Braunschweig sind bekannt. Schultz-Hencke eröffnete seinen Vortrag mit einer »Anfrage an die internationale Welt der Psychoanalyse«, wie es »eigentlich in Wirklichkeit im Ausland, besonders jenseits des Meeres [mit dem Stand des Wissens und der Ausbildung; F.W.] stehe«. In Deutschland wüßten die Psychoanalytiker »immer noch viel zu wenig von >drüben<«. Die Frage entsprang kaum einem wirklichen Interesse an der Entwicklung der internationalen Psychoanalyse in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten. In ihr drückte sich kein Bedauern über den schrecklichen Verlust aus, den die Psychoanalyse in Deutschland durch die Vertreibung und die Ermordung jüdischer Psychoanalytiker erlitten hatte, und auch keine Anerkennung der Schuld, die die Psychoanalytiker in Deutschland auf sich geladen hatten. Die DPG-Psychoanalytiker, die in Deutschland geblieben waren, zeigten kein Verantwortungsgefühl dafür, auf der Seite der Täter gestanden zu haben, sondern verstanden sich