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Übersicht: Der Freudsche Begriff der Sublimierung wird dargestellt und dem der Verdrängung kontrastiert. Im Gegensatz zu abwehrbedingten Prozessen soll die Sublimierung eine »zweckmäßige« und »freie« Verwendung von Triebenergien ermöglichen. Das bei Freud fragmentarisch gebliebene Sublimierungskonzept wird in strukturtheoretischer Richtung weiterentwickelt und für eine Neuinterpretation des psychoanalytischen Triebkonzepts genutzt. Der Autor rekurriert auf P. Ricœur, S. Kofman und J. Lacan und zeigt, daß die Sublimierung eine direkte Beziehung zum symbolischen Mangel hat, der dem Triebgeschehen Struktur verleiht. Die Sublimierung zielt auf das, was im Symbolischen nicht erscheint, bzw. auf das, was dem Symbolischen als Nicht-Repräsentierbares eingeschlossen ist. Am Lächeln Mona Lisas werden die entwickelten Thesen exemplifiziert. Bezüge zur ästhetischen Theorie Adornos werden diskutiert.