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Nach Greenbergs und Mitchells Studie (Object relations in psychoanalytic theory, Harvard UP, Cambridge, MA, ) ist das Buch von Fonagy und Target sicherlich ein weiterer Meilenstein eines Theorienvergleichs, dem fasteine Lehrbuchqualität zukommt und das einige Jahre einen Referenzpunkt bilden wird, wenn es um ein Verständnis und eine Aufarbeitung psychoanalytischer Theorien im 20. Jahrhundert geht. In einem weitläufigen und äußerst kenntnisreichen Überblick (allein das Literaturverzeichnis weist über einhundert Seiten auf) besprechen die Autoren die bedeutsamsten psychoanalytischen Richtungen, die sich der Thematik der Psychopathologie der Entwicklung zuordnen lassen, sowie einige herausragende Forscherpersönlichkeiten dieses Gebiets.
Ausführlich zur Sprache kommen — nach einer Einführung in die wichtigsten, bis zum heutigen Tage aber unbewiesenen psychoanalytischen Hypothesen zur Entwicklung von Psychopathologie — die Modelle von Freud, strukturelle Ansätze (Hartmann, Erikson, Spitz, Jacobson, Loewald), Modifizierungen und Weiterentwicklungen des Strukturmodells (A. Freud, Mahler, Sandler), französische Ansätze (Green), das Klein-Bion-Modell, die Entwicklungsmodelle der britischen Unabhängigen (Balint, Fairbairn, Winnicott, Khan), die nordamerikanischen Objektbeziehungstheoretiker (Kohut, Kernberg), der interpersonale/relationale Ansatz (Sullivan, Mitchell), die Bindungstheorie (Bowlby), Schematheorien (Horowitz, Stern, Ryle) und schließlich das Mentalisierungsmodell der Autoren.
Am Ende des jeweiligen Kapitels findet sich eine Evaluation, von der die Autoren auch ihr eigenes Modell nicht ausnehmen. Diesem lasten sie eingeschränkte Erklärungskraft, Übergewichtung des Kognitiven und hierbei vor allem der Reflexionsfunktion, Vernachlässigung der Sexualität sowie (bislang noch) fehlende Beweise für die Nachwirkungen von Erfahrungen aus den ersten Lebensjahren an.
Ein Kapitel über die Beziehung zwischen Theorie und Praxis sowie Schlußfolgerungen und Ausblicke beenden diese