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Übersicht: Aus der Perspektive moderner psychoanalytischer Konzeptforschung wird ein Aufsatz wiederbetrachtet, den die Autorin Mitte der achtziger Jahre, nach ihrer Entdeckung von Freuds Entwurf der zwölften metapsychologischen Abhandlung, geschrieben hat. Sie nahm die »Übersicht der Übertragungsneurosen« damals zum Anlaß, die Art und Weise zu rekonstruieren, wie Freud die traumatischen Aspekte der Neurosenätiologie tatsächlich nie aus dem Auge verloren hat, sondern zeitlebens darum bemüht war, sie in das Trieb-Modell zuintegrieren. Es wird gezeigt, daß dies eher implizit und nicht ohne Ambivalenz geschah, weil Freud befürchtete, die Betonung der traumatischen Außenwelt-Faktoren könne einen Weg eröffnen, der tendenziell aus der Psychoanalyse hinausführt. Die Vergegenwärtigung dieser intellektuellen Tradition läßt uns besser verstehen, warum moderne psychoanalytische Traumaforscher diesen Integrationsversuch, befreit von Ambivalenz, fortführen und sich von Freuds begrifflicher und theoretischer Arbeit noch heute inspirieren lassen können.