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Traum und hysterisches Symptom sind nach Freud gleicher Struktur: eine Kompromißbildung zwischen unbewußten Triebimpulsen und deren Abwehr. Eine Analysestunde läßt sich wie ein Traum und ein analytischer Prozeß als eine Folge von Träumen betrachten, an denen beide Protagonisten des Prozesses beteiligt sind. Bilder und Szenen eines Films wecken im Zuschauer eigene innere Bilder. Vorbewußtes und unbewußtes Erleben des Kinozuschauers gestaltet den Film zum je eigenen Traum, der den Film deutet und gleichzeitig von ihm neue Bedeutung erfährt.
Die analytische Methode beruht auf der Grundregel der freien Assoziation und ihrem Gegenstück, der gleichschwebenden Aufmerksamkeit. Aus der Fülle des Materials, aus der Fülle der Einfälle werden Stücke ausgewählt und in einen neuen Zusammenhang gestellt. So entstehen neue Bedeutungen, die im weiteren Verlauf wiederum Teil des Materials und Ausgangspunkt neuer Deutungen werden. Anders als in der Begegnung mit einem Werk der bildenden Kunst oder einem literarischen Text nimmt uns der Film wie die analytische Stunde in die je eigene Zeit hinein. Die Symbolisierung, der symbolische Modus, geschieht in der Zeit. Zeit und Raum werden gestaltet. In einem affektiven Kontext tauchen Figuren auf, die dann in einer Erzählung den affektiven Kontext veranschaulichen. In der sich bildenden inneren, erzählten Zeit, der des Films wie der einer Analysestunde, sind im Hier und Jetzt Vergangenheit und Zukunft enthalten. Phänomene gewinnen für den Schauenden und Hörenden nachträglich Bedeutung, und zwar in einem prinzipiell nicht endenden Prozeß.
»Dies ist die traurige Geschichte von Dogville.« Ein Erzähler beginnt und begleitet im weiteren die Bilderfolge des Films. Er kommentiert ein Theaterstück, das gefilmt worden ist, ein Theaterstück in einer sehr reduzierten, minimalistischen Inszenierung. Häuser, Straßen, Plätze, der Obstgarten, sogar die Stachelbeersträucher und die Hundehütte sind mit Kreide markiert, auch die Namen sind in großen Lettern mit