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Am 12. 5. 2007 veranstaltete die DPV-Kommission für Öffentlichkeit und interdisziplinären Dialog in Frankfurt/M. ein Symposium zum Thema »Frühe außerfamiliäre Betreuung: Psychoanalytische Perspektiven«. Hervorragend vorbereitet durch Herta E. Harsch und Ann Kathrin Scheerer als Vorsitzende des Arbeitskreises für Familie, Kinder und nicht-elterliche Betreuung, hatte das Symposium, wie Franziska Henningsen, Vorsitzende der Kommission und Initiatorin der Veranstaltung, in ihrer Einführung hervorhob, den Charakter eines Arbeitstreffens, das zum einen der diskursiven (Selbst-)Verständigung diente, zum anderen aber auch darauf angelegt war, Positionen in einem Feld zu beziehen, in dem spätestens seit der Bekanntgabe des Programms zum Ausbau von Krippen in der Bundesrepublik durch die Familienministerin von der Leyen eine Auseinandersetzung entbrannt ist, die zum Teil durch moralisch aufgeladene Bekenntnisse zur traditionellen Frauenrolle und zur Familie, zum Teil durch einen vor allem an Finanzierungskonzepten orientierten Pragmatismus gekennzeichnet ist.
In dieser Situation sieht sich die DPV als Organisation und sehen sich Psychoanalytiker als Personen in der Verantwortung, ihr in Analysen und Therapien begründetes Wissen zusammenzutragen, zu systematisieren und es der Öffentlichkeit sowie politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung zu stellen. Jenes Wissen, über das wir als Analytiker verfügen und das für Fragen früher außerfamiliärer Betreuung Relevanz besitzt, bezieht sich vor allem auf die Bedeutung der Mutter-Kind-Beziehung bzw. der Eltern-Kind-Beziehung, auf die Relevanz von Bindung und die Bedeutung von Trennung für die psychische Entwicklung. In unseren Behandlungen wird immer wieder deutlich, wie sehr Gefühle von Liebe und Haß, Verzweiflung, Ängste, Trauer und Depression bis ins Erwachsenenalter an frühe Erfahrungen mit der Mutter und mit den Eltern gebunden sind. In diesem Zusammenhang sind wir auch damit konfrontiert, welche schwerwiegenden Konsequenzen und