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Das Konzept der >projektiven Identifizierung< ist im aktuellen psychoanalytischen Diskurs kaum mehr wegzudenken. Dies erstaunt von der Sache her wenig, denn der Begriff versucht, die psychodynamische Schnittstelle zwischen dem Ich und dem Du zu verstehen. Eine Autorin schreibt, daß das Thema des Anderen in der Psychoanalyse seine Impulse nicht nur durch Sozialphilosophie und Säuglingsforschung bezogen hat, sondern auch durch Konzeptionen wie derjenigen der projektiven Identifizierung. Die Herausgeber vertreten die Auffassung, daß projektive Identifizierung so unterschiedliche Bereiche wie die Untersuchung früher Austauschprozesse zwischen Eltern und Kind, die Lehre von den Abwehrvorgängen und die Weiterentwicklung psychoanalytischer Behandlungsmethoden beleuchtet.
Das Ziel des vorliegenden Buches, das Aufsätze verschiedener Analytiker beinhaltet, ist es, Unklarheiten in Bezug auf die theoretische wie klinische Verwendung des Begriffs der projektiven Identifizierung zu klären. Dazu gehören u. a. die Abgrenzung vom klassischen Konzept der Projektion und der Identifizierung, die Beschreibung des Verhältnisses von projektiven zu introjektiven Prozessen und schließlich die Unterscheidung zwischen entwicklungsfördernder und pathologischer projektiver Identifizierung. Die Autoren sind zum einen Vertreter der Britischen Psychoanalytischen Vereinigung, die der >Kleinian Group< angehören (Feldman, O'Shaughnessey, Sodré,