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In seiner praktischen Tätigkeit hat der Psychoanalytiker ständig unter vielen Optionen auszuwählen. Psychoanalytisches Verstehen und Handeln geschehen vermittels einer Gestaltbildung, die im Zuge ihrer Realisierung stets ein Spannungsfeld in bezug auf das aktuell Ausgeschlossene erzeugt. Vereinfachend läßt sich die potentiell unbegrenzte Anzahl von Aspekten, unter denen das Geschehen zwischen Patient und Psychoanalytiker zu fassen ist, entlang einiger Achsen gruppieren, die jeweils ein polares Spannungsfeld konstituieren. So betrachtet, kann man die Arbeit des Psychoanalytikers als eine Kunst der Balance beschreiben, in der, kaum daß eine bestimmte Position gefunden worden ist, diese schon wieder durch ein gegenläufiges Moment aufgehoben und relativiert wird. An konkretem Fallmaterial wird das »zusammengehörig Widersprüchliche« unter anderem an Themen wie Sprechen und Handeln, Offenheit und Schließung, Neutralität und Engagement aufgezeigt.