You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Owen Renik hat ein erfrischend einfaches Buch geschrieben. Es besticht durch die Lebendigkeit der Schilderung dessen, was in Behandlungen vor sich geht. Renik schreibt ohne Jargon und kommt mit wenigen theoretischen Begriffen aus. Ähnlich wie schon Irvin Yalom in The gift of therapy , aber deutlich psychoanalytischer, und an Patrick Casement erinnernd, aber systematischer als dieser, stellt er in zwanzig kurzen Kapiteln verschiedene Aspekte psychoanalytischer Technik dar und illustriert sie jeweils mit dem Bericht über eine Behandlung. Dabei skizziert er den biographischen Hintergrund des Patienten und die Entwicklung der Analyse und schildert dann genauer einzelne Behandlungssequenzen.
Die analytischen Fallgeschichten, die Renik präsentiert, beschreiben allerdings nicht allein die Lebensgeschichten der Patienten, sondern ihre Geschichte in der Beziehung zu diesem speziellen Analytiker. In den Erzählungen werden die Patienten mit ihrer Geschichte lebendig, das Ringen um ein richtiges Verständnis der erlebten Inszenierung wird anschaulich. Der Psychoanalyse fehlte bislang eine vergleichbar eingängig geschriebene, materialreiche und zugleich prägnante Darstellung ihrer Praxis, die ebenso für Laien wie für angehende Psychotherapeuten