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Volkan legt in seinem neuen Buch noch besser als in den vorangehenden dar, wie Psychoanalyse, politische Verantwortung und Politik nicht nur theoretisch, sondern auch handelnd in Verbindung gebracht werden können. Die Vermittlung von Psychoanalytikern bei nationalen und internationalen Konflikten oder gar ihre Mitwirkung bei der Konfliktlösung ist sinnvoll und wird nachvollziehbar dargestellt. Volkans Ansatz besteht darin, Völker, Nationen, Staaten und Ethnien als Großgruppen zu behandeln und nach Mechanismen zu suchen, die solche Großgruppen auszeichnen. Sein Konzept unterscheidet sich damit von der englischen Großgruppenforschung, die Prozesse innerhalb von Großgruppen samt ihrer Untergruppenbildungen usw. untersucht (vgl.: Die Großgruppe. Hg. von L. Kreger. Stuttgart ). Volkan analysiert, welche Prozesse zur Bildung von Großgruppen beitragen und wie diese Gruppen sich dann von anderen Großgruppen abgrenzen, wie man es im politischen und gesellschaftlichen Bereich beobachten kann. Zentrale Fragen sind: a) Was ist die Identität der Großgruppe, wie setzt diese sich in Abgrenzung zu anderen Großgruppen zusammen? b) Wie können Großgruppen regredieren und dann gefährlich werden? c) Wie können progressive Elemente von Großgruppenprozessen genutzt und