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Übersicht: Der Autor vertritt die These, daß Hitchcock in Die Vögel (1963) mit den Mitteln des Films die Bedrohung eines narzißtisch-autarken Systems analysiert, die entsteht, wenn es mit der Annäherung und dem Eindringen eines Fremden konfrontiert wird. Die Vögel nimmt das Thema auf (und variiert es), das bereits in seinem direkten Vorgängerfilm Psycho, zu dem es zahlreiche Verbindungen gibt, zentral war. Konkret geht es hier um das familiale System Mutter-Sohn (als Ersatz des toten Ehemanns)-Tochter und das Auftauchen einer begehrend-begehrenswerten Frau, die sich dem Sohn nähert. In den sich steigernden Angriffen der Vögel, deren Crescendo der zunehmenden Intensität des Eindringens der Frau entspricht, wird einerseits die Bedrohung des familialen Systems manifest. Andererseits wird eine charakteristische gegenläufige (Abwehr-)Bewegung erkennbar, die, wie in Psycho, auf die Vernichtung des Eindringlings abzielt. Vor dem Hintergrund dieser narzißtischen Vernichtungsdialektik stellt der Autor gängige positivierende Interpretationen des Filmendes in Frage und plädiert für eine ambivalenzoffene, eher skeptische Sichtweise.