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Dieser Film handelt von einer psychoanalytisch konzipierten Therapeut-Patientin-Beziehung, und ich kenne keinen anderen Film, in dem das Besondere dieser merkwürdig künstlichen, dabei aber so effektiven und kreativen Beziehungsform derart treffend dargestellt wird. Der Witz liegt aber darin, daß es kein Analytiker ist, an den sich die Heldin wendet, sondern ein Steuerberater, der allerdings auch einen irgendwie helfenden Beruf ausübt. Diese Verwechslung beruht auf einer — wie man sagt: Freudschen — Fehlleistung, die man leicht auf die Ambivalenz einer beginnenden Analyse oder Therapie gegenüber zurückführen kann: Man will sie und hat doch Angst vor ihr. Irgendwann erfährt man, Anna kann links und rechts nicht gut auseinanderhalten, wie schon als Kind, und so wendet sie sich nach rechts und nicht nach links, wie die Concierge ihr gesagt hatte … So gerät sie an die Tür des Steuerberaters Faber und nicht an die des Analytikers, mit dem sie zu ihrer ersten Sitzung verabredet war. Im Film wird sie in ihrer Annahme bestärkt, daß sie da ist, wo sie hinwollte: Da ist eine Couch (für den Mittagsschlaf des Steuerberaters) und eine Zeitschrift mit dem Titel Analyse (sie weiß ja nicht, daß es darin um Finanzanalysen geht), ins Telefon sagt Faber zu einem Anrufer: »Dafür bin ich ja da …« (also für die Probleme der Menschen), und auch eine Kleenexpackung ist zur Hand, als Anna weint.
Die Komik entstammt noch einer anderen Quelle: der Vertauschung von Wissendem und Nichtwissendem. Anna weiß, daß sie Patientin ist (oder halbherzig sein wird), er weiß nichts. Jeder Patient denkt natürlich anfangs: Ich weiß nichts, aber der Analytiker, der Fachmann, weiß es. In gewisser Weise ist es aber immer umgekehrt: Der Analytiker weiß nichts (das sagt auch im Film der tatsächliche Analytiker, Dr. Monnier, in der zweiten »Supervisionssitzung« im Restaurant), der Patient dagegen alles; allerdings ist sein Wissen dem Bewußtsein nicht zugänglich. Der Analytiker weiß nur, daß es um eine einzige Frage