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Im Sommer vergangenen Jahres erschien erstmals eine deutsche Ausgabe des von Beginn an wegen seiner dürftigen Qualität scharf kritisierten Buchs über Thomas Woodrow Wilson; seine englischsprachige Originalfassung war bekanntlich unter den Autorennamen Sigmund Freud und William C. Bullitt bereits 1967 veröffentlicht worden. Titel und Untertitel der deutschen Ausgabe lauten: Thomas Woodrow Wilson; Der 28. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1913-1921); Eine psychoanalytische Studie.1 Die Formulierung weicht stillschweigend etwas von derjenigen der Originalausgabe ab: dort fehlen im Haupttitel die Jahreszahlen von Wilsons Amtszeit; vor allem aber heißt der Untertitel A Psychological Study und eben nicht A Psychoanalytical Study.2 Mit dieser Veränderung hat man Freud ins Handwerk gepfuscht, erklärt er in seiner »Einleitung« doch ausdrücklich, warum das Buch eine »psychologische Studie«3 heißt.
Als Herausgeber der deutschen Ausgabe zeichnet Hans-Jürgen Wirth. Er hat sie mit einem eigenen Vorwort4 versehen und am Schluß einen mehr als fünfzig Druckseiten umfassenden Beitrag5, gewissermaßen ein Buch im Buche, hinzugefügt. Beide Texte enthalten zahlreiche Fehlinformationen, Fehldarstellungen und Fehlakzentuierungen.
Zumindest auf drei Punkte seien Leser der deutschen Ausgabe von Thomas Woodrow Wilson aufmerksam gemacht. Der erste Punkt: Wirth erhebt den Vorwurf, »die Herausgeber der Standard Edition und der Gesammelten Werke« hätten sich dazu entschieden, »das Buch von Sigmund Freud und William Christian Bullitt […] nicht in die — ansonsten um absolute Vollständigkeit bemühte — Gesamtausgabe der Freudschen Schriften aufzunehmen«. Sie müßten sich »fragen lassen, ob ihre Entscheidung, die Wilson-Studie nicht in das offizielle Korpus des Freudschen