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Rückblickend auf 30jährige Erfahrungen mit erwachsenen Patienten, die in der frühen Kindheit außerfamiliäre Betreuung erfahren haben, beschreibt der Autor als mögliche Folgen eine Entfremdung zwischen Mutter und Kind und eine daraus resultierende Unfähigkeit, Intimität in einer späteren Partnerschaft zu erleben. Zu solcher Entwicklung kann es kommen, wenn die Verlusterfahrungen des Kindes, die bei außerfamiliärer Betreuung fast unvermeidlich sind, nicht anerkannt und betrauert, sondern verleugnet und abgewehrt werden. Leugnung des Verlusts, den das emotional gebundene Kind beim Wechsel oder Weggang der Betreuungsperson erleidet, kann aus der Angst der Mutter entstehen, die Liebe des Kindes an eine andere Frau zu verlieren, die an ihrer Statt ihr Kind mütterlich versorgt. Auch von Entwicklungsforschern wird häufig nicht anerkannt, daß Kinder in außerfamiliärer Betreuung nicht nur »betreut«, sondern de facto mütterlich versorgt werden. Bei Verlust der Ersatz-Mutter droht bei Verleugnung ein Stillstand des kindlichen Trauerprozesses. Am Fallbeispiel der 2jährigen Tammy, die in der Krippe zweimal in Folge den Weggang ihrer wichtigsten Betreuerin erlitt, wird beschrieben, wie der Autor den Eltern dazu verhalf, die traumatische Bedeutung der Verluste anzuerkennen und dem Kind bei der Verarbeitung der Verlusterfahrungen die notwendige hilfreiche Unterstützung zu geben.